Mit der Aufnahme in das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ erhält die Stadt Friedrichstadt dringend benötigte Mittel für eine seit Jahren überfällige Modernisierung der Segelanlage. Auch der Sportplatz auf Pellworm kann jetzt saniert werden. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat am Mittwoch, 22. April 2026, über die Verteilung der Mittel entschieden. Demnach fließen rund 329.000 Euro in das Holländer-Städtchen, sogar knapp 514.000 Euro gehen auf die nordfriesische Nordsee-Insel.
Die Aufnahme in das Programm ist in beiden Fällen bemerkenswert: Beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung waren fast 3700 Interessensbekundungen mit einer beantragten Fördersumme von mehr als 7,5 Milliarden Euro eingegangen – verfügbar sind in dem Projekt jedoch nur 333 Millionen Euro. Das Programm ist damit um das 23-fache überzeichnet.
Kurt Kleinschmidt: „Dass sich Friedrichstadt und Pellworm in einem derart überzeichneten Verfahren durchgesetzt haben, ist ein großer Erfolg für Nordfriesland. Ich freue mich, dass die beiden Sanierungsmaßnahmen jetzt gefördert werden. Gleichzeitig muss klar gesagt werden – und das räumt auch die Bundesregierung ein: Die Förderung von Sportstätten liegt in der Zuständigkeit der Länder und Kommunen. Solche Bundesprogramme dürfen keine Daueraufgabe werden. Dass sie überhaupt nötig sind, liegt auch daran, dass Länder und Kommunen durch Bundesgesetze und politisch verursachte Belastungen finanziell ausgequetscht werden.“
Kurt Kleinschmidt fordert, die Aufgabenverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen wieder klar zu trennen und die kommunale Finanzbasis nachhaltig zu stärken, statt dauerhaft mit überzeichneten Bundesförderprogrammen einzuspringen.